Mittwoch, 13. Juni 2012

Florian Arleth - Von Mittwochabend bis Donnerstagmorgen

Bis der Gedichtband von Maurice endlich druckfertig ist gibt es an dieser Stelle mal wieder ein wenig neue Prosa. Kleine Aufzeichnung einer Nacht hier in Karlsruhe. Spontaneous Prose wie bei Kerouac. Und mit der Erzählform musste ich auch mal ein wenig herumexperimentieren. Viel Spaß damit:



Von Mittwochabend Bis Donnerstagmorgen

Kommentare:

  1. Eine solide geschriebene Geschichte. Deine Formulierungen sind gekonnt und wirken doch unangestrengt, mühelos und leicht. Die langen, hypotaktischen Sätze sind sehr gut lesbar. Man fliegt nur so über deine Zeilen, lässt sich treiben, wie auf einer Wolke. Du vermagst komplizierte Bilder mit einem Fingerschnippen zu vermitteln. Bist ein Beobachter, ein Außenstehender, machst uns zum Zeugen deines verquerten Denkens. Deiner Gedanken, die von Spott handeln, die nur in eine Geschichte zu schreiben, du dich traust, aber nicht zu sagen, zu verraten. Bist ein irgendwie verkopftes Genie, ein ewig Unterschätzter, Verjagter, ein Zappelphilipp, der nicht mehr richtig zappeln mag. Hach!

    Was den Inhalt angeht, so finde ich den Einstieg etwas zu schematisch. Du versuchst Spannung aufzubauen, den Leser direkt in diese Fragestellung zu locken, wie es wohl weitergeht, was denn wohl so Schlimmes am Ende passiert. Der große Knall allerdings bleibt aus. Sicherlich ist es ein bisschen befremdend, diese viel zu Alte Frau und deine ernsthafte Überlegung, mit ihr mitzugehen.
    Die selten zu findende "Du-Form" gefällt mir bei dir überraschend gut. Man merkt, du kennst dich aus mit deinem Handwerk. Weißt das Jonglieren mit der Sprache, ohne dass es jemals abgehoben wirkt. Auf mich zumindest nicht.

    Das sind so meine flüchtigen Eindrücke - die dir zuteil werden zu lassen, ich nicht verpassen wollte.

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  2. sehr gut! mehr kann ich dazu nicht sagen...


    Lil D

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  3. Besten Dank für das Lob, Donnie. Und auch besten Dank für das umfangreiche und sehr treffende Feedback, wenngleich es mich ein wenig verwirrt, da ich den Autor/die Autorin nicht erraten kann.

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